Insel Rügen
und die Fossilien
der Schreibkreide

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Cephalopoda ( Kopffüßer )
Nautiloidea ( Nautiliden )
Die Nautiliden sind die älteste Gruppe der Kopffüßer. Es kamen

planspiral aufgerollte aber auch Gerade gestreckte Formen vor,
die eine Größe von 10 cm bis zu 5 m erreichen konnten. Eine letzte
Gattung existiert bis heute, bekannt als Perlboot. Die Gehäuse
bestehen aus Aragonit, sind innen gekammert und durch Septen unter-
teilt. Die vordere Kammer dien als Wohnkammer und ist mit den
übrigen Kammern durch einen Sipho verbunden. Die Anwachslinien
der Septen an der Außenwand sind einfach geschwungen und nicht so
kompliziert ausgebildet wie bei den Ammoniten.
In der Rügener Schreibkreide kommen Nautiliten sehr selten vor,
da die Aragonitschalen aber aufgelöst sind, bleiben nur die Stein-
kerne ( in diesem Fall Kreidekerne ) erhalten.

In dieser Sammlung sind Nautiliten aus der Rügener Schreibkreide
nicht vorhanden.
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Ammonoidea ( Ammoniten )
Die Ammoniten bilden ein planspiral aufgerolltes Gehäuse mit
durch Septen geteilte Kammern, wobei die letzte Kammer die
Wohnkammer ist. Die Kammern sind mit einer Siphoröhre verbunden.
Die Anwachslinien der Septen sind in ihren Randbereichen stark
verfaltet. Zu erkennen sind diese Lobenlinien aber nur auf den
Steinkernen oder wenn bei Schalenerhaltung diese weggeschliffen
wird.In der Rügener Schreibkreide kommen Ammoniten nicht so
selten in einzelnen Horizonten der anstehenden Kreide vor, da
die Aragonitschalen aber aufgelöst sind, bleiben nur die
Steinkerne ( in diesem Fall Kreidekerne ) erhalten. Auch werden
die Aptychen gefunden, die man einst als Verschlußklappen
deutete aber jetzt als Teil des Kieferapparates erkannt sind.

AmmonoideaAmmonoidea
 Ammonitensteinkern ( Kreidekern ),
anstehende Kreide, Tagebau Wittenfelde, 2002

Der Förderverein Nationalpark Jasmund stellt in seinem
Vereinsheft Versteinerungen aus der Rügener Kreide in Bild
und Text vor.
Hier ein Link auf eine interessante Seite zum Thema Ammoniten:
Rügener Kreideammoniten

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Belemnitida ( Belemniten )
Tintenfische ( Coleoidea ) haben kein den Weichkörper umschlie-
ßendes Gehäuse. Die Belemniten erschienen schon im
Karbon und entfalten sich reich vom Unteren Jura und sind in
der Kreide häufige Fossilien. Das Rostrum im Hinterteil ist
massiv, kalzitisch, von kegelförmiger bis zylindrischer Gestalt
und meist immer nur der einzige fossil erhaltene Teil (Donnerkeil).
Kopffüßer Schema


Belemnit
Belemnella ( Pachybelemnella ) cimbrica Birkelund 1957
Unteres Maastricht
Kreidetagebau Promoisel ( anstehende Kreide ), 2002
unten: juveniles Exemplar ? aus der anstehenden Kreide
Belemnella
Die Rostren dieses Belemniten sind in der Schreibkreide sehr
häufig und fast immer der einen Art zuzuordnen. In der
anstehenden Kreide sind sie am besten erhalten, wenn meist auch
durch den Gebirgsdruck zerbrochen so doch vollständig. Nur die
dünnen Wände der Alveole lassen sich nicht bergen. Im
Strandgeröll sind leider nur kürzere Enden oder Bruchstücke
zu finden.

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